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Bildung und Forschung

Feuershow in Chemievorlesung TU Chemnitz © TUC/ Jacob Müller

Grünes Licht gab es vom Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament für zehn neue Europäische Partnerschaften zwischen der EU und den Mitgliedstaaten unter Beteiligung der Industrie in den Bereichen Gesundheit, Klima, Technologie und Verkehr. Im Rahmen von Horizont Europa wird die EU dafür fast 10 Mrd. EUR bereitstellen, die von den Partnern/innen noch einmal verdoppelt werden sollen.

(ED) Die am 19.11.2021 genehmigten Europäischen Partnerschaften, sog. »Gemeinsame Unternehmen« (Joint Undertaktings – JU) sollen durch das Zusammenwirken von EU und privaten und/oder öffentlichen Partnern wie der Industrie oder öffentlichen Einrichtungen mindestens 20 Mio. EUR gemeinsam mobilisieren. Ziel ist es insbesondere, Doppelinvestitionen und die weitere Fragmentierung der europäischen Forschungs- und Innovationslandschaft zu vermeiden. Die Partnerschaften tragen inhaltlich außerdem wesentlich zur Umsetzung der politischen Prioritäten der EU, wie z. B. dem Grünen Deal bei.

Im Bereich Gesundheit wurden die Partnerschaften »Globale Gesundheit EDCTP3« zur Verringerung von Infektionskrankheiten in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara und die »Initiative für innovative Gesundheit« für ein EU-weites Ökosystem für Gesundheitsforschung und -innovation in den Bereichen Prävention, Diagnostik, Behandlung und Management von Krankheiten sowie öffentliche Gesundheit beschlossen. »Digitale Schlüsseltechnologien« soll die nächste Generation von Mikroprozessoren fördern und u. a. mit der Industrieallianz für Prozessoren und Halbleitertechnologien sowie einem geplanten IPCEI zur technologischen Souveränität Europas beitragen. »Kreislauforientiertes biobasiertes Europa« soll die Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit von Produktions- und Verbrauchssystemen bspw. durch die Umwandlung von Biomasse in biobasierte Produkte verbessern. Biobasierte Innovationen auf regionaler Ebene sollen unter aktiver Einbeziehung lokaler Akteure unterstützt werden. »Sauberer Wasserstoff« soll die Entwicklung einer europäischen Wertschöpfungskette für saubere Wasserstofftechnologien beschleunigen und sich auf die Herstellung, Verteilung und Speicherung von sauberem Wasserstoff sowie auf die Versorgung der Schwerindustrie und des Schwerlastverkehrs konzentrieren. »Saubere Luftfahrt« und »Single European Sky ATM Research 3« fördern die nächste Generation hocheffizienter, kohlenstoffarmer Flugzeuge mit neuartigen Energiequellen, Triebwerken und Systemen sowie die digitale Transformation des Flugverkehrsmanagements. »Europas Schiene« soll die radikale Umgestaltung des Schienensystems erreichen, während »Intelligente Netze und Dienste« z. B. die technologischen Kapazitäten für 6G-Systeme als Grundlage für künftige digitale Dienste bis 2030 entwickeln soll. »Metrologie« soll dazu beitragen, selbsttragende europäische Metrologienetze zu schaffen.

Institutionalisierte Partnerschaften werden nur dann begründet, wenn mit anderen Programmen die gewünschten Ziele nicht erreicht werden können, und stehen einem breiten Spektrum öffentlicher und privater Partner offen, z. B. der Industrie, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Einrichtungen, die im öffentlichen Auftrag auf lokaler, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene tätig sind, sowie Organisationen der Zivilgesellschaft, einschließlich Stiftungen und NROs. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU Ende November 2021, beginnt die Gründungs- und Umsetzungsphase. Es folgen in 2022 die Arbeitsprogramme der Partnerschaften, denen dann im Funding und Tenders Portal auch neue Ausschreibungen für innovative Vorhaben zu entnehmen sind, auf die sich auch sächsische Akteure bewerben können.

Sachsen konnte in der Vergangenheit im Rahmen eines solchen Gemeinsamen Unternehmens, nämlich des JU ECSEL (Mikroelektronik), bedeutsame Fördermittel für sächsische Projekte akquirieren.

(Meret Leitermann) Am 10.11.2021 wurden drei Arbeitsprogramme des Förderprogramms »Digital Europe« der Europäischen Kommission veröffentlicht. Sie decken zunächst den Zeitraum 2021-2022 bzw. 2021-2023 ab; die Veröffentlichung erster Ausschreibungen ist am 17.11.2021 erfolgt.

Das Förderprogramm umfasst 7,58 Mrd. EUR und soll im Zeitraum von 2021 bis 2027 unter anderem Innovationen, die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI), die Beschaffung von Hochleistungsrechnern (HPC) und moderne Cybersicherheitslösungen in der EU fördern.

Des Weiteren ist die Förderung von »European Digital Innovation Hubs« (EDIH) vorgesehen. Sachsen hat sich mit einem Hub an der Ausschreibung beteiligt.

Im Anschluss an die zweite Plenarversammlung der Konferenz zur Zukunft Europas, die am 23.10.2021 in Straßburg stattfand, zogen Beteiligte eine kritische Zwischenbilanz.

(Hannah Stupp) Im Rahmen der Zukunftskonferenz werden Veranstaltungen und Konsultationen mit Bürgerinnen und Bürgern organisiert. Es geht darum, die Teilnehmenden mit einzubeziehen sowie gemeinsame Ideen zur Zukunft Europas zu entwickeln und aufzugreifen. Muhterem Aras, Landtagspräsidentin in Baden-Württemberg und Mark Speich, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen, die als Delegierte des Ausschusses der Regionen an der Plenarversammlung teilgenommen haben, gaben im Rahmen zweier Online-Veranstaltungen Einblicke in die Arbeit im Rahmen der Konferenz.

Beide kritisierten die unzulängliche Organisation der Konferenz, die aufgrund des langwierigen Abstimmungsprozesses zwischen den europäischen Institutionen zu kurz gekommen war. Zur Verbesserung der Plenarversammlung wurden diesmal alle Teilnehmenden in Arbeitsgruppen eingeteilt. Dies sollte eine strukturiertere Arbeit ermöglichen, doch aufgrund der äußerst kurzfristigen Einteilung in die Arbeitsgruppen, hatten die Beteiligten kaum Vorbereitungszeit. Ein weiterer Kritikpunkt der Arbeitsgruppeneinteilung wurde von jungen Menschen geäußert, die automatisch der Arbeitsgruppe »Jugend« zugeordnet wurden, obwohl sie sich genauso für die anderen Themen interessieren und dort gerne mitdiskutieren sowie ihre Ideen einbringen möchten.

Kritisiert wurde außerdem, dass die Konferenz für die Öffentlichkeit aufgrund des geringen Bekanntheitsgrades kaum zugänglich ist. Bislang haben sich nur rund 32.000 Menschen aus Europa auf der Online-Plattform der Konferenz beteiligt, dies entspricht gerade mal ~0,007 Prozent der EU-Bevölkerung. Alle Bürgerinnen und Bürger müssten ermutigt werden teilzunehmen und ihre Ideen für die Zukunft Europas einzubringen. Dafür wünschen sich Aras und Speich eine Verlängerung der Konferenz mit einer breiter aufgestellten Öffentlichkeit bis in abgelegene Regionen und in verschiedene Altersklassen sowie Bildungsschichten. Im Nachgang der Konferenz müsse darauf geachtet werden, dass die ausgereiften Ideen implementiert werden und die Bürgerinnen und Bürger Europas an der Zukunft Europas mitarbeiten und sich einbringen können. Damit dies gewährleistet wird und die Ideen nicht nur diskutiert, sondern auch umgesetzt werden, nehmen Aras und Speich die Strukturierung ihrer Arbeitsgruppen nun selbst in die Hand. Auch die Öffentlichkeitsarbeit organisieren sie selbst. In NRW wurde beispielsweise ein eigenes Bürgerforum eingerichtet.

In Sachsen organisiert das Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung am 27.11.2021 von 11:00 bis 15:00 Uhr einen trinationalen Bürgerdialog. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus Niederschlesien (Region Karlovy Vary, Polen) und der Region Ústí (Tschechien) können sich sächsische Bürgerinnen und Bürger an diesem Online-Dialog beteiligen und ihre Ideen und Wünsche über das zukünftige Zusammenleben in der Grenzregion einbringen. Weitere Informationen sowie den Link zur Anmeldung finden Sie bis zum 12.11.2021 auf der Internetseite des Freistaats Sachsen.

Sie haben eine Idee? Teilen Sie diese gerne in der Online-Veranstaltung oder auf der Plattform zur Konferenz zur Zukunft Europas mit.

Für junge Menschen mit Beeinträchtigungen und geringeren Chancen hat die Europäische Kommission eine neue Initiative gestartet. Sie soll Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die keine Schule besuchen, keiner Arbeit nachgehen und sich nicht in der beruflichen Ausbildung befinden (NEETs) Praktika im europäischen Ausland ermöglichen.

(Hannah Stupp) Unter dem Namen ALMA – Aim, Learn, Master, Achieve (Anvisieren, Lernen, Meistern, Ankommen) sollen künftig benachteiligte junge Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union stärker unterstützt werden. Die Initiative richtet sich insbesondere an junge Menschen in prekärer Lage, etwa weil sie aufgrund ihres Migrations- oder familiären Hintergrunds keine ausreichende Berufsqualifikation oder einen unzureichenden Schulabschluss haben. Sie bekommen künftig die Chance, ihre Fähigkeiten im Rahmen eines Praktikums im europäischen Ausland zu erweitern, um ihre Berufsfähigkeit zu steigern. Neben dem Praktikum werden die Teilnehmenden durch eine intensive Vor- und Nachbereitung unterstützt. Von der Organisation der Praktika bis zur pädagogischen/psychologischen Betreuung und Unterbringung der Praktikantinnen und Praktikanten werden die Teilnehmenden durch das ESF+ Programm finanziell unterstützt.

Weitere Informationen zur Initiative ALMA finden Sie auf der Internetseite der EU-Kommission. Die Initiative ist noch im Aufbau, Informationen zur Antragstellung sowie Auswahlkriterien werden in naher Zukunft veröffentlicht.

Mit einem Aufruf zu einer neuen Wissens- und Innovationsgemeinschaft im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft will das Europäische Institut für Innovation und Technologie die Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung des europäischen Kultur- und Kreativsektors vorantreiben.

(ED) Am 26.10.2021 eröffnete das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) seinen neunten Aufruf zur Errichtung einer Wissens- und Innovationsgemeinschaft (KIC), diesmal im Bereich der Kultur- und Kreativindustrie. Interessierte Organisationen können sich bei mehreren Online-Seminaren informieren, die Vernetzungsplattform nutzen und schließlich Anträge bis zum 24.03.2022 einreichen.

Im Mai dieses Jahres hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits das Unternehmen »CE_Creative-Economy« mit knapp 200.000 EUR zum Aufbau eines europäischen Konsortiums für dieses KIC unterstützt. Hier können sich auch sächsische Einrichtungen aus dem Kultur- und Kreativbereich als Konsortialpartner bewerben. Gefördert werden Maßnahmen zum Aufbau des Konsortiums, wie z. B. die Partnersuche, Vernetzungsaktivitäten oder die Vorbereitung der Antragstellung.

Das EIT KIC Kultur- und Kreativindustrie (Culture and Creativity) soll mit seinen experimentellen Strategien und innovativen Visionen die Grundlagen für ein europäisches Innovationsökosystem schaffen, das auf Kultur sowie Kreativität beruht und die ungenutzten wirtschaftlichen Möglichkeiten in den Bereichen Mode und Design, Architektur und Kulturerbe aber auch Musik und Film, Verlagswesen, darstellende Künste sowie Videospiele erschließen. Das Potenzial des Kultur- und Kreativitätssektors soll mehr in die regionalen und lokalen Entwicklungsstrategien integriert werden, um Gemeinschaften zu verändern und mehr Arbeitsplätze sowie Wachstum zu schaffen. Auch sollen europäische Studierende von Kultur- und Kreativstudiengängen besser auf den Eintritt in den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Laut Europäischer Kommission soll das neue KIC dazu beitragen, Europa zum globalen Innovationszentrum zu machen und Lösungen für eine Reihe von wachsenden Herausforderungen in den Bereichen europäische Kreativität, kulturelle und sprachliche Vielfalt; europäische Identität und Zusammenhalt; europäische Beschäftigung, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und intelligentes Wachstum sowie Europa als globaler Akteur bieten.

Alle KICs müssen in einer zielgerichteten Strategie darstellen, dass sie durch erfolgreiche Innovationen wesentliche Auswirkungen auf die gesellschaftlichen Herausforderungen erzielen. Außerdem müssen sie finanziell nachhaltig sein und ihr Innovationsökosystem und ihre Aktivitäten über den Förderzeitraum des EIT hinaus aufrechterhalten.

Das EIT unterstützt als integraler Bestandteil von Horizont Europa bereits acht dynamische und thematisch ausgerichtete weltweite Partnerschaften aus führenden Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen im Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Wirtschaft.

Das neue Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission widmet der jungen Generation besondere Aufmerksamkeit. Junge Leute mussten über ein Jahr lang auf die für ihre Entwicklung so wichtige Nähe zu anderen, die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen, verzichten. Die EU-Kommission hat deshalb angekündigt, 2022 zum Jahr der Europäischen Jugend zu erklären.

(BG) Die europäischen Bildungsminister haben in vielen Treffen immer wieder betont, dass die Corona-Maßnahmen besonders diejenigen getroffen haben, die zu den Benachteiligten in der Gesellschaft gehören. Eine von der EU-Kommission angekündigte Maßnahme soll deshalb insbesondere jungen Menschen helfen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren. Für diese Zielgruppe wurde ALMA (Avisieren, Lernen, Meistern, Ankommen) etabliert, eine ambitionierte Initiative, die dazu beitragen soll, dass junge Menschen im Ausland Berufserfahrungen sammeln können. Ob die Maßnahme für das Ziel, diesen Menschen hochwertige Beschäftigungsverhältnisse zu verschaffen, geeignet ist, lässt sich ohne eine Maßnahmenbeschreibung noch nicht sagen, erste Zweifel wurden bereits angemeldet.

In der Pandemie wurde deutlich, dass die Schulen auf den Eintritt ins digitale Zeitalter nur zum Teil vorbereitet waren. Zwei Initiativen, die beide für das 3. Quartal 2022 angekündigt wurden, sollen die europäischen Bürger dabei unterstützen, die digitalen Technologien umfassend nutzen zu können. Zum einen soll die Vermittlung digitaler Kompetenzen in der allgemeinen und beruflichen Bildung verbessert werden und zum anderen sollen die Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche digitale Bildung gestärkt werden.

Mehr Kooperation im Hochschulbereich und Forschung für die digitale Transformation. Für den Jahresbeginn hat die Europäische Kommission Mitteilungen für eine Europäische Hochschulstrategie und eine effektive Zusammenarbeit im Hochschulbereich angekündigt. Ferner sollen Forschung und Innovation zur digitalen Transformation beitragen.

(ED) Die Reaktion auf die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, dass Wissenschaft und Forschung sowohl für die Erhaltung der Gesundheit der Gesellschaft als auch für die Förderung der europäischen Lebensweise von unschätzbarem Wert sind. Im Laufe der Krise passten sich die Universitäten und Hochschulen zwar an die digitale Lernsituation an, doch wurden auch die Herausforderungen der Chancengleichheit in der (Hochschul-)Bildung offengelegt. So sind beispielsweise einige Studierende härter betroffen als andere.

Die EU-Kommission will den weltweit führenden Status der europäischen Universitäten und Hochschulen beibehalten und so die Zukunft der nächsten Generationen von Wissenschaftlerinnen und Akademikern in Europa sichern. Deshalb sollen die Kooperationen zwischen den Hochschulen und Universitäten nach dem Beispiel der bereits existierenden Europäischen Hochschulallianzen gestärkt und ausgebaut werden. Es soll hierfür im 1. Quartal 2021 eine EU-Strategie für Hochschulen geben, die momentan von den Generaldirektionen Forschung und Innovation sowie Bildung, Jugend, Sport und Kultur vorbereitet wird. Sie steht im Zusammenhang mit den Initiativen zur Verbesserung der digitalen Hochschulbildung, damit die Zusammenarbeit im Hochschulbereich effektiver wird.

Auch in einigen Forschungsbereichen will sich die EU-Kommission verstärkt einbringen, so soll die Gesundheitsforschung zum Beispiel in einem europäischen Raum für Gesundheitsdaten angekurbelt werden, in dem Datenschutz und -sicherheit durch eine vertrauenswürdige Verwaltung abgesichert würden. Dies solle für Gesundheits- wie auch für Forschungsdaten gelten.

Forschung und Innovation sollen bei der digitalen Transformation, die von der EU-Kommission bis 2030 geplant ist, eine Schlüsselrolle spielen, um ein faires Wirtschaftswachstum zu gewährleisten. Es müsse auch im Bereich Digitales sichergestellt sein, dass Europa an der Spitze der Wissenschaft und neuer Innovationswellen bliebe.

Europabildung im Alltag, im Kindergarten, in der Schule und in der Erwachsenenbildung. Wie gelingt dies? Antworten auf diese Frage mit Beispielen aus der praktischen Umsetzung gab es am 14.10.2021 in einem digitalen Workshop zum Thema »Lifelong Learning with Europe«. Dieser fand im Rahmen der #EURegionsWeek statt, es wurden verschiedene Projekte und Ideen zur Europabildung vorgestellt.

(Hannah Stupp) Ein kurzer Film zeigte zum Einstieg Ausschnitte des Nachbarsprachenfests in Görlitz und Zgorzelec. Das Nachbarsprachenfest wird im sächsisch-tschechisch-polnischen Grenzraum organisiert und soll den sprachlichen und kulturellen Austausch im Kindesalter fördern. Anschließend lag der Fokus auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Kindergärten an der deutsch-tschechischen Grenze. Seit 2007 lernen Kinder beider Länder gemeinsam in den Partnerschaftskindergärten die deutsche und tschechische Sprache kennen. Durch das Hören, das Sprechen und das Erleben im täglichen Kontext wird das gemeinsame Sprachenlernen gefördert. Danach verlagerte sich der Fokus des Workshops mit dem Projekt SESAM’GR auf die Grenzregion im Westen Deutschlands. Das Projekt bündelt innerhalb eines grenzübergreifenden Bildungsprojektes im deutsch-luxemburgisch-belgisch-französischen Grenzraum sechs verschiedene Bildungssysteme. Es werden Formate für Lehrerinnen und Lehrer zu den Themen Multilingualismus, interkulturelle Bildung und Demokratiebildung angeboten.

Im zweiten Teil des Workshops ging es weiter zur Erwachsenenbildung. Es wurde ein geplantes Erasmus+ Projekt in Polen vorgestellt, welches die Kooperationen von Schulen für Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigung fördern soll. Hierbei werden gemeinsame Projekte organisiert, bei dem sich sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch Lehrenden europaweit austauschen können. Ein weiterer Teil des Projektes ist es, den verschiedenen Generationen in Polen das Lernen mit und über Europa näher zu bringen und gleichzeitig die Vorzüge der EU, beispielsweise Reisefreiheit, nicht als Selbstverständlichkeit anzusehen. Abgeschlossen wurde der Workshop mit einer Präsentation über »Jean Monnet für Schulen«, einer neuen Linie des europäischen Erasmus+-Programms, die dazu beiträgt, Europabildung in den Schulen lebendiger zu gestalten. Hierbei sollen die Lehrenden unterstützt, formale Weiterbildungen in Form von Trainings angeboten werden und europaweite Netzwerke zwischen Schulen entstehen.

Die Wichtigkeit der Verbreitung des Verständnisses von EU und Europa ist eine der zentralen Aussagen des Workshops gewesen. Es soll deutlicher werden, dass Europa und die Europäische Union nicht nur die Institutionen in Brüssel beinhalten, sondern viel mehr sind als das: die gemeinsamen europäischen Werte, eine europäische Identität, das alltägliche Zusammenleben über Landesgrenzen hinweg und die kulturelle Vielfalt. Europabildung beginnt mit der sprachlichen, kulturellen und grenzüberschreitenden lokalen Zusammenarbeit. Wichtig ist es daher, die europaweiten und grenzüberschreitenden Projekte in Anspruch zu nehmen und den Weiterbestand zu ermöglichen, von der Projektförderung zur institutionellen Förderung zu gelangen. Es ist wichtig, alle Bürgerinnen und Bürger vom Kindesalter an einzubeziehen und Europa erlebbar zu machen.

Organisiert wurde der Workshop vom Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel. Prof. Dr. Monika Oberle, Professorin für Politikwissenschaft und Didaktik der Politik an der Universität Göttingen moderierte den Workshop.

geöffnete Türen eines grünen Zuges © Europäische Union

Die nächste Runde des EU-Programms »DiscoverEU« startet im Oktober 2021. Ab 12.10.2021 können sich 18-Jährige bewerben, mit etwas Glück ein Zugticket gewinnen und zu ihren Traumzielen in Europa reisen.

(Hannah Stupp) Das »DiscoverEU« Programm vergibt für 2022 erneut Zugtickets für junge Menschen. Aufgrund der zweijährigen Pause wegen der COVID-19-Pandemie haben einmalig auch19-20-Jährige die Chance, ein Zugticket zu erhalten. Alle, die zwischen dem 01.07.2001 und dem 31.12.2003 geboren sind und die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats haben (einschließlich Großbritannien), können sich bewerben. Jugendliche mit einer Beeinträchtigung oder gesundheitlichen Problemen bekommen eine besondere Unterstützung. Die Bewerbung besteht aus einem Quiz mit Multiple-Choice Fragen und einer Schätzaufgabe. Bewerben können sich Einzelpersonen oder eine Gruppe von bis zu fünf Personen. Das Bewerbungsquiz und die Registrierung sind vom 12.10.2021, 12:00 Uhr bis zum 26.10.2021 frei geschaltet.

60.000 flexible Zugtickets stehen für die Bewerberinnen und Bewerber bereit. Mit diesen Tickets können die Teilnehmenden innerhalb des Zeitraums vom 01.03.2022 bis 28.02.2023 ihre Tickets aktivieren und wahlweise zwischen bis zu 30 Tage in Europa unterwegs sein. Nach Aktivierung gibt es in dem gewählten Zeitraum von 4 Wochen sieben sogenannte Travel-Tage. Das heißt, an sieben selbst gewählten Tagen dürfen für 24 Stunden Züge in ganz Europa genutzt werden. Durch die Flexibilität der Tickets kann die Route zu jeder Zeit und an jedem Ort geändert werden. Für abgelegene Orte, wie beispielsweise Inseln oder Orte, die keine Zuganbindung haben, dürfen alternativ andere Verkehrsmittel genutzt werden. Hierfür ist ein Top-up des Tickets notwendig, welches die Reisenden auf Anfrage (nach Verfügbarkeit) bekommen. So haben Jugendliche die Freiheit, Europa auf ihre eigene Art und Weise zu entdecken.

Zur Vorbereitung können die jungen Reisenden an online und offline Treffen teilnehmen oder bekommen ein Informationsparket zugeschickt. Das ganze Jahr über werden sogenannte »DiscoverEU meet-ups« veranstaltet, an denen die Reisenden teilnehmen und Gleichgesinnte aus ganz Europa kennenlernen können. Vorgefertigte thematische Reiserouten werden ebenfalls angeboten. So können bereits erprobte Routen gefahren oder Ideen für eine individuelle Route gesammelt werden. Die »Green Route« führt beispielsweise durch Städte, die als European Green Capital ausgezeichnet wurden, umweltfreundlich sind und viele Grünflächen haben. Über die Facebook-Gruppe #DiscoverEU Official können sich Reisende mit anderen in Verbindung setzen, Ideen teilen, Top-ups anfragen, Angebote für Städteführungen anbieten und finden, Fragen stellen sowie an Foto- und Video-Wettbewerben teilnehmen. Weitere Informationen finden Sie auf dem European Youth Portal der Europäischen Union.

Sachsen wird ein eigenes DiscoverEU-Programm auflegen, das ebenfalls 2022 an den Start gehen soll.

Mit einer Mitteilung hat die Europäische Kommission am 29.09.2021 die fünf bereits angekündigten EU-Missionen zu den Themen Klimawandel, Krebs, Ozeane und Gewässer, Städte sowie Boden auf den Weg gebracht. Diese zielen darauf ab, dass bis 2030 Lösungen für die wichtigsten globalen Herausforderungen vorliegen. Über Horizont Europa wird dafür bis 2023 eine Anschubfinanzierung von bis zu 1,9 Mrd. EUR bereitgestellt.

(ED) Die Missionen sind als Neuerungen im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizont Europa als neues Konzept der Politikgestaltung der EU eingeführt, an dem mehrere Dienststellen der EU-Kommission zusammenarbeiten. Forschungs- und Innovationsprojekte sowie politische Maßnahmen und Gesetzgebungsinitiativen sollen bewirken, dass die konkreten Ziele der Missionen innerhalb eines festen Zeitplans erreicht werden und bis 2030 große gesellschaftliche Wirkung erzeugen. Diese sind unter anderem

  • 100 Mio. EUR für groß angelegte, an die örtlichen Gegebenheiten angepassten Demonstrationsprojekte für den Schutz vor den größten klimabedingten Gefahren wie Überschwemmungen;
  • die Erhöhung der Lebensqualität von mehr als 3 Mio. Menschen durch einen europäischen Plan zur Krebsbekämpfung;
  • der Schutz von Ozeanen und Gewässern;
  • 100 klimaneutrale und intelligente Städte durch Bürgerbeteiligung und »Klimaverträge«;
  • ein »Boden-Deal« für die Gesundung des Bodens.

Mit den Missionen werden auch die aktuellen Prioritäten der EU-Kommission unterstützt, wie der europäische Grüne Deal, ein Europa für das digitale Zeitalter und das neue Europäische Bauhaus. Die Missionen haben einen klaren Ausgangspunkt für Forschung und Innovation und umfassen verschiedene Sektoren und Bereiche der Grundlagen- und angewandten Forschung. Sie sollen äußerst innovativ sein, weit über einzelne Forschungsprojekte hinausgehen und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Das erste, am 16.06.2021 veröffentlichte Arbeitsprogramm von Horizont Europa für 2021-22 enthält eine Reihe von Maßnahmen, die das Fundament für die Umsetzung der Missionen bilden. Bis Ende des Jahres wird es anhand einer vollständigen Forschungs- und Innovationsagenda aktualisiert. Parallel dazu werden die Missionen in den teilnehmenden Regionen, Städten und Organisationen sowie mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Mitgliedstaaten anlaufen.

Die Umsetzung der Missionen wird allerdings weit über den Bereich Forschung und Innovation hinausgehen und auf die Entwicklung neuer Lösungen abzielen. Ihre Neuartigkeit und ihr Mehrwert liegen in einem Portfolio von Maßnahmen, das verschiedene Instrumente, Geschäftsmodelle und öffentliche und private Investitionen auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene umfassen soll. Die Unterstützung aus anderen europäischen und nationalen Programmen wird für die erfolgreiche Durchführung der Missionen von entscheidender Bedeutung sein. Für jede Mission werden ein konkreter Zeitrahmen und spezifische Haushaltsmittel vorgesehen, die auf die jeweilige Herausforderung und den Umsetzungsplan abgestimmt sind.

Mindestens 150 Regionen und Kommunen sollen in der Klima-Mission klimaresilient gemacht werden, was auch Sachsen zugutekommen könnte. Außerdem kann Sachsens starke Krebsforschung zur Krebs-Mission beitragen und die smart City Leipzig könnte innovative und digitale Lösungen im Rahmen der Städte-Mission entwickeln.

(ED) Aus der bislang größten Eurobarometer-Umfrage zur Einstellung der europäischen Bürgerinnen und Bürger zu Forschung und Wissenschaft ging hervor, dass die Europäerinnen und Europäer und darunter auch die Deutschen von einer Reihe von Technologien positive Auswirkungen erwarten. Dazu gehören vor allem die Solarenergie, Impfstoffe und Technologien zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten sowie die Künstliche Intelligenz.

Die Ergebnisse der am 23.09.2021 veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage zeigen, dass der generelle Einfluss von Wissenschaft, Forschung und Technologien insgesamt von fast 90 Prozent der Befragten positiv gesehen wird und fast genauso viele sich außerordentlich für Themen der Wissenschaft und Technologie (W&T) interessieren. Die EU-Bürgerinnen und -Bürger haben mittlerweile höhere Erwartungen in die W&T und wahrscheinlich auch aufgrund der aktuellen Situation ist in den letzten zehn Jahren ihr Interesse für die Bereiche Gesundheit und medizinische Versorgung sowie Bekämpfung des Klimawandels gestiegen. Mehr als zwei Drittel der Befragten vertritt die Auffassung, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich auch in politische Debatten einbringen sollten, damit wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungen einfließen.

Doch die Umfrage verdeutlicht auch, dass etwas mehr als die Hälfte der EU-Bürgerinnen und -Bürger der Auffassung ist, dass W&T dazu beitragen, das Leben von ohnehin bereits bessergestellten Menschen noch zu verbessen. Ein ähnlich großer Anteil ist der Meinung, dass Forschende aus China, den USA und Japan den europäischen Forschenden voraus seien. Es wurde deutlich, dass die Menschen einen unterschiedlichen Kenntnisstand über wissenschaftliche Themen haben.

(Hannah Stupp) Im Rahmen der #EURegionsWeek findet am 14.10.2021 ein digitaler Workshop zum Thema »Lifelong Learning with Europe« statt. Organisiert wird dieser von Sachsens Europaministerium. Im Fokus steht die Vorstellung verschiedener Projekte für ein lebenslanges Lernen über Europa. Moderiert wird der Workshop von Prof. Dr. Monika Oberle, Professorin für Politikwissenschaft und Didaktik der Politik in Göttingen. Neben einem kurzen Film über das Nachbarschaftssprachenfest in Görlitz und Zgorzelec wird es um Europa im Kindergarten, Europa in Schulen, das Projekt SESAM, grenzüberschreitende Bildung und Europabildung im Erwachsenenalter gehen.

Ziel ist es, sich über die Projekte zur Europabildung von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter auszutauschen.

Melden Sie sich über die #EURegionsWeek Plattform an.

Schülerinnen und Schüler der Kulturregion Chemnitz haben einen Beitrag zu dem von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen initiierten Projekt »Neues Europäisches Bauhaus« geleistet und ihre Ideen zum Leben, Wohnen und zur Schule der Zukunft am Rande der Konferenz der Europaminister und -ministerinnen (EMK) in Chemnitz im Carlowitz-Congresscenter ausgestellt.

(BG) Die Werke der jungen Künstlerinnen und Künstler gaben während der zweitägigen Konferenz der EMK Anlass zu vielfältigen Gesprächen über die Stadt und das Bauen der Zukunft. Bei der Preisverleihung wies der sächsische Europastaatssekretär Mathias Weilandt darauf hin, dass kaum ein Ort dem Anlass gerechter würde, als das Carlowitz-Congresscentrum, geht doch der Begriff der Nachhaltigkeit auf den Freiberger Oberberghauptmann Carl von Carlowitz zurück. In seinem Einführungsstatement spielte der Staatssekretär mit dem Begriff der Utopie, war doch eine Kategorie des Wettbewerbs mit »Utopien einer Stadt« überschrieben. Weilandt setzte der Utopie die Dystopie gegenüber, die eine schlechte Zukunft verspricht, die Utopie allerdings im Wortsinne Nicht-Ort oder Un-Ort bedeutet und damit von der Realisierung weit entfernt ist.

Der Chemnitzer Baubürgermeister Michael Stötzer zeigte sich ebenfalls angetan von den Werken der Schülerinnen und Schüler. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den Bereich der »fliegenden Bauten«, mit denen sich seine Behörde auseinandersetzen muss. Hier sah er noch jede Menge Entwicklungspotential, an dem auch die jungen Leute weiter mitwirken könnten.

Es wurden erste, zweite und dritte Preise in den Kategorien »Zeichnung, Malerei, Grafik«, »Modellbau: Utopien einer Stadt« und »Modellbau: konkrete Lebensideen« verliehen. Eine hochkarätig besetze Jury hatte die Preisträger aus den eingereichten Beiträgen ausgewählt.

Nachdem die Mitgliedstaaten Mitte Juli 2021 Kürzungen im 2022er Budget für Horizont Europa angekündigt hatten, stellt sich das Europäische Parlament nun auf die Hinterbeine. Die Verhandlungen der Europäischen Kommission mit assoziierungswilligen Drittstaaten hingegen sind in vollem Gange und sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.

(ED) In der zweiten Jahreshälfte 2021 sind die Reibereien zwischen den Mitgliedstaaten, dem Parlament und der EU-Kommission zum Budget des Rahmenprogramms für Forschung und Innovation Horizont Europa noch nicht ausgestanden: Am 14.07.2021 hatte der Rat der Europäischen Union seinen Standpunkt zum EU-Haushaltsplanentwurf 2022 vorgelegt. Der Standpunkt reflektiert den Kommissionsvorschlag vom Juni 2021 und sieht u. a. eine Kürzung in Höhe von 316 Mio. EUR für das Rahmenprogramm vor. Dies soll größere Aufstockungen gegenüber 2021 vermeiden und dazu beitragen, dass die Mittel auch wirklich in Anspruch genommen werden können. Deshalb sollen Teile der Finanzierung in die Folgejahre verschoben werden.

Das EU-Parlament zeigte sich angesichts der drohenden Budgetkürzungen für den Bereich Forschung und Innovation besorgt – insbesondere angesichts der zunehmenden Konkurrenz aus den USA und China sowie der hohen Ziele der EU zur Dekarbonisierung der Wirtschaft. Der ITRE-Ausschuss des Parlaments fordert nun, dass die Mittel, die den im Jahr 2020 aufgehobenen Mittelbindungen für Forschungsprojekte entsprechen, wie vereinbart für Horizont Europa zur Verfügung gestellt werden und dass die Ausgaben für Gesundheitsforschung aus dem Unionshaushalt mindestens denjenigen in 2021 entsprechen. Die Abgeordneten des Parlaments wollen sich gemeinsam für die Rücknahme der vom Rat vorgeschlagenen Kürzungen einsetzen.

Auch diese Uneinigkeiten haben Auswirkung darauf, wie viele Forschungsprojekte im nächsten Jahr finanziert werden. Die Arbeitsprogramme von Horizont Europa für die Jahre 2021-2022, in denen die Calls mit Budget und Fristen dargelegt sind, wurden im Juni 2021 bereits veröffentlicht und etliche bereits zur Einreichung geöffnet. Die endgültige Mittelzuweisung für die einzelnen Calls unterliegt jedoch der Entscheidung des Rates und des Parlaments. Sollte in den nächsten Monaten keine Einigung zum Haushalt 2022 erzielt werden, legt die EU-Kommission einen neuen Entwurf des jährlichen Haushaltsplans vor – ein Prozess, der sich bis ins Jahr 2022 hinziehen könnte. Dies bedeutet natürlich auch eine Unsicherheit für sächsische antragstellende Einrichtungen und Akteure, deren Chancen auf Förderung eventuell reduziert werden, da es womöglich mehr Bewerber/innen auf weniger Förderung geben wird.

Früher abgeschlossen werden hingegen wohl die Assoziierungsverhandlungen zu Horizont Europa zwischen EU-Kommission und den entsprechenden Drittstaaten. Der Kosovo und die weiteren siebzehn EU-Nachbarländer befinden sich im Endspurt, um in den kommenden Wochen die Verhandlungen abzuschließen. Auch Australien und Neuseeland wird die Assoziierung an Horizont Europa schmackhaft gemacht. Die Gespräche zwischen der EU und der Schweiz wurden aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über das EU-Kohäsionsprogramm und die Erneuerung der Wirtschaftsbeziehungen ausgesetzt. Die Schweiz beteiligt sich dennoch am Europäischen Forschungsraum und ist auch Teil der European Open Science Cloud.

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