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Europa-News für Sachsen

© LV Bxl

Am 06.05.2026 luden die Vertretung des Freistaates Sachsen bei der Europäischen Union in Brüssel sowie das Katholische Büro Sachsen und das Evangelische Büro Sachsen zu einem »Abend der Begegnung« unter dem Titel »Wie resilient ist Europa? Was Kirchen, Justiz und starke Regionen dazu beitragen können.« ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche und Verwaltung diskutierten dabei zentrale Fragen zur Widerstandsfähigkeit der EU vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer und gesellschaftlicher Herausforderungen.

(WH) Anlass der Veranstaltung war eine Delegationsreise des Katholischen Büros Sachsen sowie des Evangelischen Büros Sachsen nach Brüssel. Bereits am Vorabend traf sich die Delegation aus Sachsen mit Staatsministerin Prof. Constanze Geiert, dem sächsischen Mitglied des Europäischen Parlaments Oliver Schenk, sowie dem Abteilungsleiter Europa, Internationale Beziehungen der Sächsischen Staatskanzlei, Herrn Andy Jahns, und tauschten sich im informellen Rahmen unter dem Stichwort »Vom Wert der Bündnisse« zu aktuellen Entwicklungen in Europa aus.

In seiner Begrüßung im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung in der Landesvertretung betonte Jahns die besondere Bedeutung der europäischen Wertegemeinschaft. Diese basiere auf gemeinsamen Grundprinzipien wie Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die es angesichts wachsender äußerer und innerer Spannungen zu bewahren gelte. Auch Bischof Heinrich Timmerevers hob in seinem Grußwort die Rolle ethischer und gesellschaftlicher Orientierung hervor und unterstrich die Verantwortung der Kirchen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Den inhaltlichen Impuls setzte Benjamin Hartmann aus dem Kabinett des EU-Kommissars für Verteidigung und Raumfahrt. Er skizzierte die aktuellen Bedrohungslagen für Europa und leitete daraus die Notwendigkeit einer Europäischen Union ab, die stärker antizipiert und reagiert als reguliert. Hartmann bezeichnete Resilienz als Kultur der vorbereitenden Verantwortung und betonte, dass entscheidend für die Resilienzfähigkeit der Europäischen Union das Zusammenwirken von Justiz, Regionen und Kirche sei.

Im Zentrum der anschließenden Podiumsdiskussion stand die Frage, welchen konkreten Beitrag Justiz, Regionen und Kirche zur Stabilität Europas leisten können. Staatsministerin Regina Kraushaar betonte die Rolle starker Regionen und einer aktiven Regionalentwicklung für den europäischen Zusammenhalt. Zudem sei es entscheidend, dass Menschen vor Ort mitgestalten können und erleben, dass ihr Handeln wirksam ist. Justizministerin Prof. Constanze Geiert hob die Bedeutung einer unabhängigen und leistungsfähigen Justiz hervor, die Rechtsstaatlichkeit als Fundament der europäischen Wertegemeinschaft sichert und als Stabilitätsgarant fungiert. Es sei die Rechtsprechung, die schütze, im Einzelfall ausgleiche und darauf achte, dass bestehende Regelungen eingehalten werden. Katrin Hatzinger, Leiterin des EKD-Büros in Brüssel, unterstrich die Funktion der Kirchen als Vermittler von Werten und als Brückenbauer in gesellschaftlichen Diskursen rund um die Kernthemen Krieg und Frieden, Sozialpolitik sowie Menschenwürde.

Einigkeit bestand unter den Panelisten darin, dass die Resilienz Europas nur im Zusammenspiel verschiedener Akteure gestärkt werden kann. Neben stabilen institutionellen Rahmenbedingungen komme es insbesondere auf gesellschaftlichen Zusammenhalt, Vertrauen in demokratische Strukturen und die aktive Einbindung der Menschen in den Regionen an.

In seinem Schlusswort griff Hans-Peter Vollbach, Präsident des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamtes Sachsens, zentrale Gedanken des Abends auf und betonte die gemeinsame Verantwortung aller gesellschaftlichen Kräfte für ein starkes und widerstandsfähiges Europa

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden im anschließenden Empfang Gelegenheit zum weiteren Austausch und zur Vertiefung der diskutierten Ansätze in einem europäischen Kontext.

© Dorien Van der Eecken Photography

Am 11.07.2025 feierte die flämische Sprachgemeinschaft ihren Nationalfeiertag, den sogenannten Flandern-Tag. Dieser Tag erinnert an die historische Schlacht der Goldenen Sporen im Jahr 1302, die nicht nur ein militärischer Sieg war, sondern auch als Symbol für Selbstbestimmung und den Wert von Legitimität und Vertrauen gilt.

(WH) Herzlichen Glückwunsch zum Flandern-Tag! Der Freistaat Sachsen gratuliert der flämischen Sprachgemeinschaft herzlich zu ihrem Feiertag und blickt auf eine enge und erfolgreiche Partnerschaft mit der Region zurück. Die Beziehungen zwischen Sachsen und Flandern sind geprägt von Vertrauen, Innovation und gemeinsamen Zielen.

Am Vorabend des Feiertags, dem 10. Juli, überbrachte der Leiter der Vertretung des Freistaates Sachsen bei der EU, Kai Mindel, herzliche Grüße von Ministerpräsident Michael Kretschmer. Flandern und Sachsen teilen die Vision, gemeinsam Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln. Die bereits bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Mikroelektronik wird nun durch neue Initiativen in der Wasserstofftechnologie ergänzt.

Ein besonderes Highlight in den Beziehungen zwischen Sachsen und Flandern wird die Auswärtige Kabinettssitzung im November 2025 sein, im Rahmen derer sich die Innovationsbeiräte beider Regionen treffen werden, um den Austausch weiter zu vertiefen und konkrete Projekte voranzutreiben. Diese Treffen unterstreichen die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit für die Zukunft Europas.

Die enge Verbindung zwischen Sachsen und Flandern ist ein Beispiel für die Stärke regionaler Partnerschaften in Europa. Der Flandern-Tag 2025 ist daher nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Symbol für die gemeinsame Gestaltung einer starken und innovativen sowie europäischen Zukunft.

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