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Europa-News für Sachsen

© elkep/Pixabay

Liebe Leserinnen und Leser,

in Brüssel beginnt die alljährliche Sommerpause. Deshalb geht auch der Newsletter »Europa-News für Sachsen« in eine Pause und wird Sie Anfang September wieder mit den Neuigkeiten aus der Europäischen Union versorgen. Wir wünschen Ihnen eine erholsame Zeit und einen schönen Sommer.

Das Team der Vertretung des Freistaates Sachsen bei der Europäischen Union

© Europäische Union

Vom 01.07.2026 bis 31.12.2026 übernimmt Irland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Unter dem Motto »Stärke durch Einheit« strukturiert die Präsidentschaft ihre Arbeit in drei zentrale Säulen: Wettbewerbsfähigkeit, Werte und Sicherheit. Das Programm knüpft an das 18-monatige Arbeitsprogramm des Trios mit Litauen und Griechenland an und setzt auf den Fahrplan »Ein Europa, ein Markt« auf.

Im Bereich Wettbewerbsfähigkeit will Irland die Verhandlungsbox für den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028–2034 bis Ende 2026 abschließen und dabei einen neuen Kompromissvorschlag erarbeiten, der insbesondere die Kritik von Nettozahler-Ländern wie Deutschland am zu hohen Budgetvolumen aufgreift. Im Fokus stehen der Abbau von Handelshemmnissen, die Förderung der Digitalisierung sowie die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen. Zudem soll die Kapitalmarktunion vorangetrieben werden, um europäische Ersparnisse in produktive Investitionen zu lenken, etwa durch den Vorschlag »EU Inc.« (zum Diskussionsstand siehe ausführlicher auch unten in der Rubrik Inneres und Justiz »Kurz und knapp«). Die Energiewende wird durch den Abschluss des European Grids Package, ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Modernisierung und zum Ausbau der europäischen Energieinfrastruktur, und Fortschritte beim Energie-Sicherheitspaket priorisiert. Die industrielle Wettbewerbsfähigkeit auch für Sachsens strategische Sektoren wie Halbleiter, Biotechnologie oder energieintensive Industrien soll durch das Industrie-Beschleunigungsgesetz gestärkt werden. Im Bereich Digitalisierung sind die Ausrichtung eines KI-Gipfels, die Förderung der digitalen Konnektivität sowie der Schutz von Seekabeln geplant. Zudem wird die Arbeit beim Europäischen Plan für bezahlbaren Wohnraum vorangetrieben, einschließlich des Affordable Housing Act und des Baudienstleistungsgesetzes.

Die Säule Werte umfasst die Forderung nach einem gerechten Frieden und der Beibehaltung von Sanktionen gegen Russland. Die Beitrittsverhandlungen mit Montenegro, Albanien, Republik Moldau und der Ukraine werden priorisiert. Zur Stärkung der demokratischen Widerstandsfähigkeit soll das Europäische Schutzschild für die Demokratie und die Strategie für die Zivilgesellschaft beitragen. Zudem setzt sich Irland für die Rechte von Minderheiten, Menschen mit Behinderungen, Kindern und LGBTIQ+-Personen ein, etwa durch Maßnahmen zur Online-Sicherheit und digitalen Volljährigkeit. Die soziale Inklusion wird durch das Vorantreiben der EU-Strategie gegen Armut und der Europäischen Kindergarantie gefördert.

Im Bereich Sicherheit steht die Aufrechterhaltung und Sicherstellung der Abwehrfähigkeit der Ukraine gegen russische Aggression im Mittelpunkt, einschließlich ihrer Integration in EU-Verteidigungsinitiativen. Die europäische Sicherheitsstrategie wird durch das Weißbuch zur Zukunft der europäischen Verteidigung und den Fahrplan für die Verteidigungsbereitschaft 2030 vorangetrieben. Die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) soll bei der Krisenbewältigung und Friedenssicherung gestärkt werden. Zudem wird der Schutz kritischer Infrastruktur wie Seekabel, Häfen und Energienetze thematisiert. Hybride und Cyber-Bedrohungen, insbesondere die Bekämpfung von Fremder Informationsmanipulation (FIMI), sowie die Umsetzung des Migrations- und Asylpakts und die Stärkung der Schengen-Governance sind weitere Schwerpunkte. Die Krisenvorsorge wird durch die Preparedness Union Strategy und die NATO-Übung »Integrated Resolve 26« vorangetrieben.

Irlands Programm setzt insgesamt auf Kontinuität und verzichtet auf große politische Neuerungen. Angesichts der laufenden Verhandlungen zum EU-Haushalt und globaler Unsicherheiten ist der Ansatz wirtschaftsorientiert sowie lösungsfokussiert und legt einen klaren Fokus auf die Einheit und Handlungsfähigkeit der EU.

© Dorien Van der Eecken Photography

Am 11.07.2025 feierte die flämische Sprachgemeinschaft ihren Nationalfeiertag, den sogenannten Flandern-Tag. Dieser Tag erinnert an die historische Schlacht der Goldenen Sporen im Jahr 1302, die nicht nur ein militärischer Sieg war, sondern auch als Symbol für Selbstbestimmung und den Wert von Legitimität und Vertrauen gilt.

(WH) Herzlichen Glückwunsch zum Flandern-Tag! Der Freistaat Sachsen gratuliert der flämischen Sprachgemeinschaft herzlich zu ihrem Feiertag und blickt auf eine enge und erfolgreiche Partnerschaft mit der Region zurück. Die Beziehungen zwischen Sachsen und Flandern sind geprägt von Vertrauen, Innovation und gemeinsamen Zielen.

Am Vorabend des Feiertags, dem 10. Juli, überbrachte der Leiter der Vertretung des Freistaates Sachsen bei der EU, Kai Mindel, herzliche Grüße von Ministerpräsident Michael Kretschmer. Flandern und Sachsen teilen die Vision, gemeinsam Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln. Die bereits bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Mikroelektronik wird nun durch neue Initiativen in der Wasserstofftechnologie ergänzt.

Ein besonderes Highlight in den Beziehungen zwischen Sachsen und Flandern wird die Auswärtige Kabinettssitzung im November 2025 sein, im Rahmen derer sich die Innovationsbeiräte beider Regionen treffen werden, um den Austausch weiter zu vertiefen und konkrete Projekte voranzutreiben. Diese Treffen unterstreichen die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit für die Zukunft Europas.

Die enge Verbindung zwischen Sachsen und Flandern ist ein Beispiel für die Stärke regionaler Partnerschaften in Europa. Der Flandern-Tag 2025 ist daher nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Symbol für die gemeinsame Gestaltung einer starken und innovativen sowie europäischen Zukunft.

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