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Europa-News für Sachsen

© LV Bxl

Literatur trifft Musik und Geschichte wird lebendig – ein kultureller Abend eröffnete neue Zugänge zu jüdischem Leben in Sachsen.

(NHV) Die Vertretung des Freistaates Sachsen bei der Europäischen Union lud am 06.10.2026 zu einer Abendveranstaltung ein, die sich dem jüdischen Leben in Sachsen widmete. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit Tacheles statt – zugleich Motto für das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026.

Mit der Veranstaltung warfen die Landesvertretung und ihre Gäste einen Blick auf das jüdische Leben und die jüdische Kultur in Sachsen und näherten sich musikalisch sowie literarisch der Frage an, wie jüdisches Leben stärker als selbstverständlicher Teil sächsischer Geschichte und Gegenwart verstanden werden kann.

Unter den Gästen waren Martin Kotthaus, deutscher Botschafter beim Königreich Belgien, sowie Baronesse Regina Sluszny-Suchowolski, belgische Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin. Das Publikum setzte sich aus ca. 80 Vertreterinnen und Vertretern europäischer Institutionen, deutscher Landesvertretungen, Stiftungen und weiterer Organisationen zusammen.

Den Beginn der Veranstaltung bildeten Grußworte von Kai Mindel, Leiter der Landesvertretung. Im Anschluss stellte Dr. Katharina von Schnurbein, Koordinatorin für die Bekämpfung von Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens der Europäischen Kommission, die europäische Dimension des Themas dar und informierte über Aktivitäten auf EU-Ebene. Anja Lippe, Projektleiterin von »Tacheles«, stellte die Entstehungsgeschichte und die Aktivitäten des Themenjahres vor.

Den kulturellen Teil der Veranstaltung gestalteten der freischaffende Künstler, Sänger und Schauspieler Axel Thielmann sowie das Kammerjazz-Ensemble »KlezzJazz«. Musikalisch begleitete Auszüge aus dem Buch »Jüdisches Sachsen – 99 besondere Geschichten« von Henner Kotte stimmten den Abend passend in die Thematik ein und sorgten für manch unterhaltsamen Aha-Moment bei den Gästen.

Im darauffolgenden Gespräch mit Dr. Thomas Feist, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben, beleuchtete Kai Mindel dessen Perspektiven auf das Themenjahr. Feist ging dabei auch auf persönliche Bezüge ein, erläuterte die Bedeutung, die Jüdinnen und Juden über die Jahrhunderte für die Entwicklung Sachsens gehabt haben, und berichtete über aktuelle Herausforderungen jüdischer Gemeinden in Sachsen.

Ein Empfang mit koscherem Essen und Getränken läutete den Ausklang des Abends ein, der den Teilnehmenden Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung bot.

© Dorien Van der Eecken Photography

Am 11.07.2025 feierte die flämische Sprachgemeinschaft ihren Nationalfeiertag, den sogenannten Flandern-Tag. Dieser Tag erinnert an die historische Schlacht der Goldenen Sporen im Jahr 1302, die nicht nur ein militärischer Sieg war, sondern auch als Symbol für Selbstbestimmung und den Wert von Legitimität und Vertrauen gilt.

(WH) Herzlichen Glückwunsch zum Flandern-Tag! Der Freistaat Sachsen gratuliert der flämischen Sprachgemeinschaft herzlich zu ihrem Feiertag und blickt auf eine enge und erfolgreiche Partnerschaft mit der Region zurück. Die Beziehungen zwischen Sachsen und Flandern sind geprägt von Vertrauen, Innovation und gemeinsamen Zielen.

Am Vorabend des Feiertags, dem 10. Juli, überbrachte der Leiter der Vertretung des Freistaates Sachsen bei der EU, Kai Mindel, herzliche Grüße von Ministerpräsident Michael Kretschmer. Flandern und Sachsen teilen die Vision, gemeinsam Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln. Die bereits bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Mikroelektronik wird nun durch neue Initiativen in der Wasserstofftechnologie ergänzt.

Ein besonderes Highlight in den Beziehungen zwischen Sachsen und Flandern wird die Auswärtige Kabinettssitzung im November 2025 sein, im Rahmen derer sich die Innovationsbeiräte beider Regionen treffen werden, um den Austausch weiter zu vertiefen und konkrete Projekte voranzutreiben. Diese Treffen unterstreichen die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit für die Zukunft Europas.

Die enge Verbindung zwischen Sachsen und Flandern ist ein Beispiel für die Stärke regionaler Partnerschaften in Europa. Der Flandern-Tag 2025 ist daher nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Symbol für die gemeinsame Gestaltung einer starken und innovativen sowie europäischen Zukunft.

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