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Europa-News für Sachsen

© ZVEI

Am 02.06.2026 tauschten sich in der Vertretung des Freistaates Sachsen bei der Europäischen Union rund 80 Experten, Industrievertreter, Abgeordnete des Europäischen Parlaments sowie Vertreter der Europäischen Kommission über die Zukunft von Europa als Mikroelektronikstandort aus. Im Fokus standen Schlussfolgerungen einer Studie von ZVEI für die Revision des European Chips Acts, die morgen von DG Connect veröffentlicht werden soll.

Nach einer Begrüßung durch Kai Mindel, Leiter der Sächsischen Landesvertretung, und einer Einführung von Dr. Wolfgang Weber, Vorsitzender der Geschäftsführung des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) wurden die zentralen Ergebnisse der von ZVEI, dem Verband der niederländischen Technologieunternehmer (FME), dem niederländischen Wirtschaftsministerium und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegebenen Studie präsentiert. Ausgangspunkt für die Studie und die sich anschließende Diskussion war die Frage: Wie kann Europa seine Wettbewerbsfähigkeit in der Mikroelektronik stärken, Lieferketten resilienter gestalten und neue Chancen für Schlüsselindustrien nutzen?

Im Fokus der Präsentation standen datenbasierte Empfehlungen für eine zielgerichtete europäische Chip-Strategie. In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschten die Gäste, darunter Arian Zwegers (EU-Kommission), Bart Groothuis (MdEP, Renew Europe), Dr. Manfred Horstmann (GlobalFoundries), Lars Lust (Swissbit) und Oliver Schenk (MdEP, EVP), Erfahrungen und Beobachtungen aus.

Zwegers betonte dabei die zentrale Bedeutung tatsächlicher Nachfragedaten für die legislative Ausrichtung und verwies auf die Notwendigkeit, neue Spitzentechnologien wie KI-Chips stärker zu berücksichtigen.

Ebenso wichtig war die Frage nach der Investitionssicherheit für europäische Fabriken. Dr. Manfred Horstmann (GlobalFoundries) unterstrich, dass die tatsächliche Nachfrage in Europa sowie die Resilienz der Lieferketten die Investitionsentscheidungen seines Unternehmens bestimmen.

Die Teilnehmer des Panels waren sich einig: Europa hat bereits jetzt in Bereichen wie Sensorik und Leistungshalbleiter das Potenzial, in der Mikroelektronik global seine führende Rolle weiter auszubauen. Um jedoch im besonders aussichtsreichen Wachstumsbereich der KI aufzuholen, sei ein gemeinsamer Kraftakt notwendig. Voraussetzung dafür sei, dass Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen und es schnellere Entscheidungsprozesse, gezielte Förderinstrumente und eine engere Zusammenarbeit zwischen Politik und Industrie gibt. Sachsens Vertreter verwiesen auf die erfolgreiche Clusterpolitik im Freistaat und regten eine stärkere – auch grenzüberschreitende – Zusammenarbeit an. Die Schaffung der hierfür notwendigen Infrastrukturen seien stärker in den Fokus von ECA 2.0 zu stellen.

Bereits heute gilt Sachsen als einer der führenden Mikroelektronik-Standorte Europas. Mit Projekten wie der Erweiterung von GlobalFoundries oder der Infineon Power Fab unterstreicht der sächsische Halbleiter-Cluster seine Rolle als Innovationsmotor für die europäische Halbleiterindustrie und Chipherstellung..

Die Veranstaltung fand zu einem kritischen Zeitpunkt statt: Die Europäische Kommission wird voraussichtlich am 03.06.2026 ihren Vorschlag für den European Chips Act 2.0 vorlegen. Dieser soll auf Basis einer umfassenden Folgenabschätzung und unter Einbeziehung von Stakeholder-Feedback entstehen. Im Anschluss folgen Verhandlungen mit Rat und Parlament. Ziel ist es, die europäische Chips-Souveränität bis 2030 zu stärken.

© Dorien Van der Eecken Photography

Am 11.07.2025 feierte die flämische Sprachgemeinschaft ihren Nationalfeiertag, den sogenannten Flandern-Tag. Dieser Tag erinnert an die historische Schlacht der Goldenen Sporen im Jahr 1302, die nicht nur ein militärischer Sieg war, sondern auch als Symbol für Selbstbestimmung und den Wert von Legitimität und Vertrauen gilt.

(WH) Herzlichen Glückwunsch zum Flandern-Tag! Der Freistaat Sachsen gratuliert der flämischen Sprachgemeinschaft herzlich zu ihrem Feiertag und blickt auf eine enge und erfolgreiche Partnerschaft mit der Region zurück. Die Beziehungen zwischen Sachsen und Flandern sind geprägt von Vertrauen, Innovation und gemeinsamen Zielen.

Am Vorabend des Feiertags, dem 10. Juli, überbrachte der Leiter der Vertretung des Freistaates Sachsen bei der EU, Kai Mindel, herzliche Grüße von Ministerpräsident Michael Kretschmer. Flandern und Sachsen teilen die Vision, gemeinsam Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln. Die bereits bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Mikroelektronik wird nun durch neue Initiativen in der Wasserstofftechnologie ergänzt.

Ein besonderes Highlight in den Beziehungen zwischen Sachsen und Flandern wird die Auswärtige Kabinettssitzung im November 2025 sein, im Rahmen derer sich die Innovationsbeiräte beider Regionen treffen werden, um den Austausch weiter zu vertiefen und konkrete Projekte voranzutreiben. Diese Treffen unterstreichen die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit für die Zukunft Europas.

Die enge Verbindung zwischen Sachsen und Flandern ist ein Beispiel für die Stärke regionaler Partnerschaften in Europa. Der Flandern-Tag 2025 ist daher nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Symbol für die gemeinsame Gestaltung einer starken und innovativen sowie europäischen Zukunft.

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